Anmeldungen
Juli 15, 2008
Wie heißt du denn? Mir ist gerade eben wieder aufgefallen, wie oft man im Netz nach den diversesten persönlichen Daten gefragt wird. Dass Datenschutz ein wichtiges Thema in diesen Zeiten ist ist ja altbekannt, aber wie oft Webseiten nach für sie unrelevanten Daten fragen ist sehr erstaunlich. Geht es euch da ähnlich? Ich frage mich dann tatsächlich ob der jeweilige Service den ganzen Aufwand und die Daten auch wert ist. Ich persönlich habe es satt ständig mein Alter, meine Herkunft, mein Geschlecht und womöglicherweise auch noch meine Religion angeben zu müssen, um einen Dienst zu nutzen für den das völlig irrelevant ist. Da ich bestimmt nicht der einzige bin der so denkt muss den Firmen doch langsam auffallen, dass wir genug davon haben und einfach nur irgendeinen Blödsinn in die Textboxen schreiben. Das was dann als Daten für die Werbekunden rausfällt kann ja nicht ernsthaft für irgendetwas ausgewertet werden. Kein Wunder, wenn Werbung nun einen Schritt weitergeht und zusätzlich zu meinen Daten Infos über mein Verhalten im Netz sammelt. Meiner Meinung nach ist das ganze ein Teufelskreis der so bald wie möglichst verschwinden sollte.
Warum überhaupt anmelden? So viele kleine Dienste können ja ohne auch funktionieren! Da reicht es, sich ein paar der vielen Filehosting Services anzuschauen. Hier werde ich ja schließlich auch nicht ständig nach meiner E-Mail gefragt. Und da das Ganze so boomt scheint es mir nicht, als ob diese Anbieter Verluste in Massen machen würden. Ein anderes Beispiel wären Seiten wie Metacafe. Um hier ein Kommentar abzugeben ist es auch zwingend erforderlich sich anzumelden. Metacafe rechtfertigt das damit, dass sonst die Kommentare mit Spam überschüttet würden. Und guess what? Das passiert trotzdem!
Mir reichts. Ich habe inzwischen zwei andere Identitäten im Netz die ich ausschiesslich für Anmeldungen verwende. Worin das endet kann man hier ganz schön erkennen:

Spam
Allen denen, denen es ähnlich geht wie mir kann ich übrigens auch diese Seite hier empfehlen.




Juli 15, 2008 um 3:20
Da wir, wie jedes Kind weisz, in einer Informationsgesellschaft leben, die das Internet als Hauptpfeiler benutzt, sind solcherlei Datensammerlaktionen nicht weiter verwunderlich. Ich denke, dass die Daten nicht in erster Hand weiterverwendet werden, sondern quasi als Service an einen anderen “Konzern” weiter geschickt werden und diese dann entsprechend zahlen um Spam-E-Mails zu verschicken.
Juli 15, 2008 um 3:23
Das ist mir bewusst. Nur ist diese Methode meiner Meinung nach etwas “outdatet”. Ein großer Teil der User weiß was mit ihren Daten vermutlich passieren wird und beugt dies vor, indem sie die Angaben verfälschen. Und das kann ja nicht im Sinne der Erfindung sein, oder?