Die Internetkultur – schlimmer als die Amerikaner
Oktober 1, 2008
Guten Tag!
Meine Wenigkeit wurde von iBOT (einem Universalgenie sondergleichen) auserwählt um das zu verfassen, was der Endverbraucher nun hier als Produkt genießen kann. Wie bei obigem Titel nicht anders zu erwarten handelt es sich bei diesem geistigen Erguss um Kritik in ihrer reinsten Form. Pazifistische Mimosen sollten sich demnach hüten weiterzulesen.
Wer kennt sie nicht? Die haxx0r-ghetto-smilie-chatter-Sprache. Jeder „Satz“ beinhaltet mindestens 2 Smilies, 5 unnötige Anglizismen und wird in den meisten Fällen mit „*gg*“ beendet. Nicht überflüssig ist meist auch der Hinweis, dass Satzzeichen keinesfalls Rudeltiere sind – aber wozu verlorene Energie investieren um auch auf dieses niveaureduzierende Detail aufmerksam zu machen? Sätze semantisch korrekt abzutippen, sowie ein eloquenter Ausdruck scheint aus der Mode zu sein – ja, mittlerweile ist es peinlich, wenn man sich richtig artikulieren kann. 10jährigere Kinder benutzen mathematische Hilfsymbole (z.B.: „^^“) um japanische Emoticons nachzustellen, könnten allerdings keinesfalls 10 hoch 5 oder gar die Wurzel aus 25 berechnen, was ja [auch wenn es vielleicht einige Leser hier fordert (...)] nun wirklich keine sonderlich diffizile Aufgabe ist.
Um nach (unter anderem) überflüssigen Süßholzgeraspel auf den Punkt zu kommen: Eine Subkultur wie die des Internets kennen wir in diesem Extrem nicht einmal aus Amerika. Wenn man einem Österreicher vor 10 Jährigen gesagt hätte, dass die amerikanische Kulturlosigkeit zu übertreffen ist hätte selbiger einem lachend den Vogel gezeigt. Das Internet ist somit faktisch, als Produkt der Globalisierung, für die völlige Verwahrlosung der Sprachgewohnheiten der Generation „LoL“ verantwortlich, welche inzwischen schon im Schulunterricht mit inkohärentem Wortbrei und unnötigen Anglizismen glänzt.
CCord




Oktober 2, 2008 um 9:34
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